Gleichwertigkeitsbalance in Partnerschaften

In gelingenden Partnerschaft stehen beide Partner zueinander im Gefühl der Gleichwertigkeit. Dies bedeutet nicht unbedingt Gleichberechtigung in einer partnerschaftlichen Beziehung oder sogar Gleichsein in Verhalten und Funktionen. Gemeint ist eine Ebenbürtigkeit der Partner im Selbstwertgefühl.

Durchaus möglich ist es, dass einer der Partner die äußere Führung des Paares in Hinsicht auf Prestige, beruflichen Status oder Verwaltung des Geldes einnimmt. Oder auch die Vertretung gegenüber den Behörden usw. übernimmt, ohne dass diese Regel verletzt sein muss.

Dennoch ist der passive Teil im Hintergrund in ebenbürtiger Weise mitbestimmend, eventuell handelt es sich hierbei sogar um den im Grunde den werweisenden Teil des Paares. Es kommt also nicht auf den äußerlichen Eindruck an, ob die Balance in der Beziehung eingehalten wird.

Es wäre daher auch irreführend von einem dominantem und einem unterlegenen Partner zu sprechen. Besser wäre in diesem Zusammenhang die Unterteilung in superiorer (aktiver) und inferiorer (introvertriert/ stiller) Partner. Es kann sein, dass der superiore Partner der „Stärkere“ ist, es die balancierte Dynamik aber nicht zulässt, dass er von seiner Stärke Gebrauch macht.

Rein intuitiv wird bei der Wahl des Partners vermieden sich mit einem Partner einzulassen, der überlegen ist und dem ich mich nicht gewachsen fühle. Auch werden keine Partner gesucht denen man sich selbst sehr überlegen fühlt. Entsteht dennoch im Laufe der Jahre ein Paar mit ungleichem Differenzierungsgrad, zum Beispiel weil der eine Partner beruflich Karriere macht und der andere die Erziehung der Kinder übernommen hat, setzt häufig ein Angleichungsprozess ein.

Gerade Frauen versuchen sich dann „nach unten“ anzugleichen. So wird der Anschein vermieden, sie könnten dem Mann überlegen sein.

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