Unsere größte Angst

Therapeutisches Arbeiten bedeutet, lernen sich so anzunehmen wie ich bin. Rollen, Konzepte und Ideen wie wir sein sollen, aufzugeben und statt dessen der Liebe im Herzen Raum zu geben. Zu erkennen, dass wir bereits vollkommen sind und die Veränderung, die wir anstreben, einzig und allein in der Haltung uns selbst gegenüber besteht. Haben wir die Haltung zu uns selbst verändert, erkennen wir unsere vollkommene Schönheit. Dies ist es, was Arnold R. Beisser als das Paradox der Veränderung benannt hat.

Auch Marianne Williamson hat dies in ihrem Buch „Rückkehr zur Liebe“ wunderbar beschrieben. Hier zwei Auszüge aus ihrem Buch:

„Die Liebe ist das, womit wir geboren sind. Die Angst ist das, was wir gelernt haben. Die spirituelle Reise bedeutet das Aufgeben oder Verlernen der Angst und das Wiederannehmen der Liebe in unserem Herzen. Liebe ist eine essentielle, existentielle Tatsache. Sie ist unsere tiefste Wirklichkeit und unser Sinn auf Erden. Sich ihr bewusst gewahr zu werden, das ist die Bedeutung des Lebens. […]

Unsere tiefste Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere tiefste Angst ist es, dass wir unermeßlich machtvoll sind. Es ist unser Licht, dass wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit. Wir fragen uns: Wer bin ich denn eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf ? Aber wer bist Du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Es dient der Welt nicht, wenn Du Dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit sich andere um Dich nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, zu verwirklichen, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser eigenes Licht erstrahlen lassen, geben wir damit unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart, ohne unser Zutun, andere befreien.“