Systemische Aufstellungsarbeit

Wenn ein Herzenswunsch sich nicht realisieren lässt, ist die dahinter liegende Dynamik für einen selbst oft nur schwer erkennbar und meist nicht beherrschbar. Zu sehr und zu nah sind wir in unserem Beziehungsgeflecht verstrickt und sehen nicht den Grund, warum die Liebe nicht mehr fließen kann und wo es einer Heilung bedarf.

Eine hilfreiche Art, diese Heilung herbeizuführen, ist in einer systemischen Aufstellungsarbeit erlebbar. Hierbei wird die Dynamik der jeweiligen Gruppe nachgestellt und dann auf heilsame Weise in Bewegung gebracht.  Es bedarf hierfür keiner besonderen Vorbereitung, keiner Idee. Sie müssen die Lösung oder ein vorgefertigten Konzept nicht bereits mitbringen. Ganz im Gegenteil, denn die einzige wirkliche Anforderung besteht darin, mit einem offenem Herzen in die Aufstellung zu gehen und den sich vor ihren Augen entfaltenden Phänomenen offen zu begegnen. Dann kann sich die volle Dynamik dieses Prozesses frei entfalten.

Die Aufstellung beginnt mit der aktuell wahrgenommen Beziehungskonstellation und schon durch diese Bewusstmachung werden Spannungen sichtbar und Situationen klarer. Im Folgenden verändern sich Position und Blickrichtung jedes Einzelnen so lange, bis sich für alle im System Beteiligten ein als gesund und richtig wahrgenommenes Beziehungsbild ergibt.

Es kann sehr bewegend sein, wie sich allein durch die wertschätzende Begegnung  mit allen Beteiligten die Gesamtenergie zu lösen beginnt, die Liebe mehr Raum bekommt und wieder möglich und erfahrbar wird.

Der Gruppenhintergrund kann sehr unterschiedlich sein. Es ist möglich, die aktuelle Familie oder die Herkunftsfamilie (Eltern, Großeltern) aufzustellen, den Freundeskreis oder auch sonst jede andere Art von Organisation, in der Menschen zusammenkommen. Die Aufstellung selbst wird oft in einer Gruppe mit Stellvertretern oder Stellvertreterinnen durchgeführt. Sie kann aber auch im besonders geschützten Rahmen einer Zweierkonstellation (Therapeut – Klient) sehr effektiv und heilsam sein. Hierbei werden die einzelnen Mitglieder dann mit einfachen Bodenankern (Symbolen) im Raum verteilt.

In welchen persönlichen Lebenssituationen machen Aufstellungen Sinn?

  • Ein Herzenswunsch stellt sich immer wieder als unerfüllbar heraus
  • Zur Klärung der Dynamik zurückliegender und dramatischer Lebensveränderungen in einer Familie (Früher Tod eines oder beider Elternteile, Selbstmord in der Familie, Vertreibung, Gewaltverbrechen)
  • Wenn Sie Verständnis und Lösungen für Beziehungskrisen suchen
  • Oder wenn Sie Lösungsmöglichkeiten in schwierigen Lebenssituationen erkennen möchten
  • Zur Klärung von Entscheidungsphasen, wie Familiengründung, Trennungs- oder Scheidungssituationen
  • bei Adoption, Krankheit, Suchtverhalten, „Patchwork“ oder Stief-Familien
  • bei Abtreibungen
  • Wenn Sie mit den Eltern oder Geschwistern grollen, kämpfen oder mit ihnen in Zwist leben und hier nach Veränderung suchen
  • als langjähriger Single mit dem Wunsch nach Partnerschaft
  • im Abschied nach dem Tod eines Nahestehenden

 

Viele der Schwierigkeiten, die wir heute erleben, können als Verstrickungen mit dem System der Familie begriffen werden. Familientherapeutisch besteht hier die Notwendigkeit, das Kind aus dieser Verstrickung zu lösen. Auch werden traumatisierende Erfahrungen häufig und unbewusst an Mitglieder der Familie oft generationenübergreifend weitergegeben.

Die Familie als systemische Einheit zu begreifen heißt, mit der Familie so zu arbeiten, als wäre sie ein lebendiger Organismus, wobei jedes Mitglied ein essentieller Teil, eine Ressource und deswegen entscheidend für ein befriedigendes Verhalten des ganzen Organismus ist. Der Fokus der Arbeit liegt hauptsächlich in der Ressourcenversorgung des „jüngeren Selbst“ (Stützung des inneren Kindes).

 

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