Männerberatung

 

Dem Bild traditioneller Männlichkeit eine eigene Identität von Männlichkeit entgegenzustellen, fällt nicht immer leicht. Zu sehr haben wir traditionelle Vorstellungen verinnerlicht und als schmerzhafte Einschränkung erfahren. Dies gilt sowohl für gesellschaftliche als auch eigene Überzeugungen oder Glaubenssätze .

Mein Angebot umfasst folgende Fragen und Themen: 

  • Männliche Identität (Wie fühle ich mich als Mann? Wie möchte ich gerne sein?)
  • Männergruppe
  • Partnerschaft (Kommunikation, Umgang mit Konflikten oder Aggressionen, Trennung)
  • Systemische  Aufstellungsarbeit
  • Therapeutischer Spaziergang als Erstgespräch
  • Konflikte mit anderen Mitmenschen (in der Familie, in der Freizeit, am Arbeitsplatz)
  • Vaterschaft
  • Extreme Leistungsorientierung
  • Sexuelle Orientierung
  • Sinnkrisen und Gefühle innerer Leere
  • Erfahrung von sexuellem Missbrauch

Hintergründe

Obwohl das Angebot an therapeutischer Beratung bereits sehr groß ist und weiter wächst, sind Männer, die professionelle Unterstützung annehmen, immer noch unterrepräsentiert. Und dies obwohl sicherlich nahezu gleichviel Männer wie Frauen in Lebenskrisen stecken oder persönliches Leid erfahren. Dies liegt aus meiner Sicht vor allem in einem immer noch weit verbreiteten traditionellen Männerbild. Es gesteht Männern zum einen erst keine Probleme zu und wenn doch, haben sie diese Probleme alleine zu lösen. Dies obwohl Coaching oder Training in einer ebenfalls traditionellen männlichen Domäne, nämlich dem Sport, seit jeher nicht nur akzeptiert, sondern als absolut notwendig angesehen wird.

Erwartungen an Männer

Die Anforderungen und Erwartungen, die sich Männer heute ausgesetzt sehen, haben gegenüber den Jahren, in denen dieses Bild hauptsächlich entstanden ist, an Breite deutlich zugenommen. In einer weit verbreiteten gesellschaftlichen Vorstellung sollen Männer heute liebevolle Väter, treu sorgende Ehemänner, privat und beruflich erfolgreich, karrierebewußt, verlässliche Freunde und auch selbsterfahren und emotional kompetent sein. Dies alles in einer Umgebung, die zum einen beruflich wie privat, aber auch zeitlich und emotional immer dichter und fordernder wird. Zu dem erzeugen globale Wettbewerbssituationen im Beruf und auch die eigene Transparenz in „Sozialen Medien“ zusätzlichen Druck. Es fällt schwer, unter diesen Umständen seine eigene Identität zu finden und zu behaupten, um letztendlich ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben zu führen.

Gruppenarbeit mit Männern

Eine weitere Möglichkeit der Auseinandersetzung mit der eigenen männlichen Identität ist der ernsthafte persönliche Austausch mit anderen Männern. Man wird nicht nur mit seinen eigenen Sorgen und Nöten gehört, sondern erfährt ganz unmittelbar etwas darüber, wie es anderen Männern in ihrer Haut ergeht. So entstehen Solidarität und Verbundenheit, vor allem aber eine realistische Einschätzung von Männlichkeit. Die Überwindung klischeebehafteter Verspottung von Männergruppen ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer alltagstauglichen, realen männlichen Identität. Denn in einer Gruppe von Männern werden die genannten hilfreichen Aspekte noch gesteigert – ganz abgesehen von einigen weiteren gruppentypischen Effekten: der Überwindung von Isolation und Einsamkeit, dem Erleben von emotionaler Unterstützung oder der Einübung von Kommunikationsfähigkeit.

 

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