Neurolinguistisches Programmieren

Herkunft und Bedeutung

Neuro

bezieht sich auf unser Nervensystem und im speziellen auf die sinnliche Wahrnehmungen wie das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken oder aber auch das Erinnern und das Phantasieren.

Linguistisch

bezieht sich auf den Ausdruck als Sprache und hier insbesondere die Sprache des Körpers, der Augen, der Gesten oder auch der Symbole.

Programmieren

steht für das Lernen durch Erfahrung, Wahrnehmung und Erkenntnis in Ergänzung zu den bereits bekannten Fähigkeiten und Ressourcen.

NLP meint somit, mit Hilfe aller zur Verfügung stehenden Sinne neue Handlungsalternativen zu erkennen und zu erlernen. Dies aufbauend auf bereits erworbenen Fähigkeiten und mittels der eigenen Wahrnehmungen und Erfahrungen. Es soll dazu befähigen, das Potenzial jedes Einzelnen besser auszuschöpfen.

 

Hintergrund

Das Neuro-Linguistische-Programmieren wurde in den 1970er Jahren in Sao Paulo/Kalifornien von Richard Bandler und John Grinder entwickelt. Als Ergebnis des Verbindens der Methoden von Virginia Satir (Familientherapie), Fritz Perls (Gestalttherapie) und Milton H. Erikson (Hypnotherapie) wurden die ersten Werkzeuge erfolgreicher Kurzzeitinterventionsarbeit beschrieben. Der Name NLP entstand erst Jahre später. Ihm  zugrunde liegt eine systemische humanistisch geprägte Weltsicht (Der Mensch ist gut, sein Weltbild subjektiv, alles beeinflusst alles), in der man Veränderungen am Besten ressourcen- und zielorientiert unter Berücksichtigung des Gesamtsystems durchführt. In vielen Fällen reicht es, die Sichtweise auf die Dinge zu verändern.

 
Die Haltung des NLP spiegelt sich in den folgenden Grundannahmen wieder:
  • Die Landkarte ist nicht das Gebiet. (Wir können die Wirklichkeit nicht wahrnehmen und machen uns vereinfachte Abbilder.)
  • Jeder Mensch ist einzigartig und hat sein eigenes berechtigtes Modell der Welt. (Es gibt keine Landkarte die allein richtig ist.)
  • Menschen orientieren sich bei ihrem Handeln an ihrer „geistigen Landkarte“ und nicht an der Welt selbst.
  • Menschen treffen zu jedem Zeitpunkt die beste ihnen mögliche Wahl.
  • Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht zugrunde.
  • Jedes Verhalten ist in irgend einem Kontext nützlich.
  • Es gibt keine schlechten Menschen, es gibt nur schlechte Zustände.
  • Geist, Körper und Umwelt bilden ein einheitliches System.(Alles beeinflusst alles. Wenn wir ein Teil verändern, verändern wir alles.)
  • Menschen besitzen bereits alle Ressourcen, die sie für eine Veränderung benötigen.
  • Was ein Mensch erreichen kann, kann prinzipiell jeder erreichen.
  • Man kann nicht nicht kommunizieren.
  • Die Bedeutung deiner Kommunikation liegt in der Reaktion, die du erhältst.
  • Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, tue etwas anderes.
  • Wahlmöglichkeiten sind besser als keine Wahlmöglichkeiten.
  • Es gibt kein Versagen, es gibt nur Feedback.