Therapeutische Haltung in Gestalttherapie, NLP und Supervison

Entscheidend für den Erfolg jeder Beratung, sei es in Gestalt/Psychotherapie, NLP-Coaching oder Supervision ist eine therapeutische Haltung, die den Prozess der Veränderung hinzu seelischer Heilung oder beruflischer Unterstützung in seinen verschiedenen Phasen effektiv begleiten kann. Gerade die Einstiegsphase oder das Erstgespräch ist von besonderer Bedeutung. Hier wird nicht nur der Auftrag geklärt, sondern auch die Grundlage für eine erfolgreiche Beratung geschaffen.

Durch den Therapeuten ist während des gesamten Beratungsverlaufs darauf zu achten, dass alle Interventionen und Übungen als Angebote zu verstehen sind, um im Sinne des vom Klienten/in formulierten Beratungsziels eigene Erfahrungen des/der Klienten/in zu ermöglichen. Das jeweilige Mitwirken des/der Klienten/in ist immer und an jeder Stelle freiwillig und die Beziehung zwischen Klienten/in und Therapeut/ Coach getragen durch einen achtsamen Umgang und gegenseitige Wertschätzung, auch und gerade in der Anerkennung der Vielfalt menschlichen Wesens. 

Kalibrierung im Sinne eines guten Coachings, wie zum Beispiel im NLP, bedeutet eine genaue Beobachtung der Vorgänge im Klienten unter Zuhilfenahme der eigenen Repräsentationskanäle. Visuell gehören hierzu die Wahrnehmung des Gesamteindruckes, gebildet durch Mimik, Gestik und auch die Deutung von Augenzugangshinweisen. Auditiv ist von Bedeutung die Namensnennung, die Art der Ansprache, die Modulation der Stimme, genauso wie die Verwendung von Schlüsselworten oder auch die verwendete Sprache. Kinästhetisch gilt es eine angemessene Form der Berührung zu finden, die sich in der Regel auf die Hand, die Schulter oder den Arm beschränkt. Physiologisch ist es hilfreich die Hautfarbe, Lippenform und die Tiefe des Atem mit in die Betrachtung aufzunehmen.

Im folgenden Pacing kommt es zur Angleichung und Anpassung des Verhaltens über Körperhaltung, Atem, Gestik, Sprache. Auf diese Weise gelingt es Kontakt und Vertrauen aufzubauen und eine Beziehung zwischen Klient und Therapeut herzustellen, die geprägt ist von Harmonie, Verständnis und gegenseitiges Vertrauen.

Erst wenn auf diese Weise sogenannter Rapport aufgebaut werden konnte, kann der Coach oder der Therapeut ins Leading gehen. Diese Phase wird geprägt, durch gezielte Interventionen mittels Sprache oder Angeboten, um Einsichten und Veränderungen im Weltmodell des/der KlientIn im Sinne der gewünschten Unterstützung zu ermöglichen.